01Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Funktionsdiagnostik und -therapie

Diagnostik der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD)
Kommt es zu Fehlregulationen im Kausystem, beispielsweise in der Kaumuskulatur oder in den Kiefergelenken, spricht man von Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD). Kleinere Funktionsstörungen treten bei den meisten Menschen auf, werden aber nicht oder kaum wahrgenommen. Etwa fünf Prozent der Menschen leiden jedoch unter ausgeprägten Kiefergelenksbeschwerden, die behandelt werden sollten.

Zunächst geht es darum, eine mögliche Funktionsstörung oder Fehlbelastung des Kauorganes, der Kaumuskulatur und/oder des Kiefergelenks frühzeitig zu erkennen und sie bei bestehenden Beschwerden zu therapieren.

Eine Funktionsanalyse hilft uns, den Gesundheitszustand Ihres Kiefers, Ihrer Kiefergelenke, Ihrer Gesichtsmuskulatur und Ihrer Zähne zu untersuchen. Dabei ertasten wir Ihren Kiefer, vermessen ihn und fertigen gegebenenfalls ein Modell an, um eine genaue Diagnose der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) zu erhalten oder um sie ausschließen zu können.

Therapie der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD)
Gravierende Fehlfunktionen im Kiefer zeigen sich häufig in Kieferschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne, Verspannungen im Nacken, Hals und Rücken sowie Schwindel oder Tinnitus. Dabei können die verschiedenen Symptome einzeln oder auch kombiniert und unterschiedlich stark auftreten. Aufgrund der Vielschichtigkeit einer CMD arbeiten wir in der Behandlung interdisziplinär zusammen.

Im Fall einer Erkrankung des Kiefergelenkes fertigen wir für Sie zunächst eine individuelle Schiene an, die zu einer Entlastung der Zähne und des Kiefergelenks führt. Die akuten Symptome werden dadurch meist gelindert oder sogar vollständig beseitigt. Anschließend beginnen wir, in Zusammenarbeit mit Ihrem Hauszahnarzt, Physiotherapeuten und Osteopathen, eine interdisziplinäre Behandlung, die darauf abzielt, die Ursache der CMD zu ermitteln und zu beheben. Eine ganzheitliche Sicht auf den Patienten ist uns dabei sehr wichtig.